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Christine Hartung-Czaja

Literatur aus Nordfriesland

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Was hatte Ostern mit mir zu tun?

By c.hartung8. April 2015in Gedanken

Karfreitag ist ein Feiertag und leitet ein langes Wochenende ein. Für alle Menschen, nicht nur in unserem Land.

Ich habe mir Gedanken gemacht, was das mit mir zu tun hat. Was er symbolisiert, welche Aussage dieser Tag vor tausenden Jahren hatte und welche heute.

Dabei musste ich feststellen, dass viele Menschen und auch ich, gar nicht weit weg sind von dem Karfreitag, der in die Geschichte der Menschheit einging, und wie ein Feiertag daraus wurde.

Eine Anzahl Aufständischer – oder nennen wir sie Rebellen, Weltverbesserer – klagte das System an und führte einen stillen, friedlichen Kampf gegen die Unterdrückung, Sklaverei und Gewalt.

Die Gruppe der Widerständischen wuchs, weil immer mehr Menschen erkannten, dass es falsch war, wie bisher mit ihrem Leben umgegangen wurde. Der Anführer wurde zur Strafe an ein Kreuz genagelt, zur Demonstration für alle und um den Aufstand niederzudrücken.

So hoffte man, den erst belächelten Unsinn, der nun überhand zu nehmen schien, zu unterdrücken. Man wollte den alten Kurs beibehalten, die gewohnte Ordnung wieder herstellen.

Das Kreuz symbolisiert die Verbindung zum Hier und Jetzt mit der Längsachse und die Hoffnung in der Querachse. Auch das lässt sich gut auf unser Leben übertragen.
Ja, wir alle sind im Hier und Jetzt.
Ja, es geschieht Unrecht, das millionenfach an Unschuldigen verübt wird.
Ja, es gibt sie noch, die Rebellen unserer Zeit, die aufstehen und sagen: Es ist falsch, was da geschieht.

Und ich rufe dazu auf, sich einem friedlichen Protest gegen das Leid anzuschließen, indem wir darüber nachdenken, berichten und Anhänger suchen für eine verantwortungsbewusstere, friedlichere, liebevollere Zeit.

Es sind nicht nur die Tiere, denen ich versuchen zu helfen. Nein. Es geht auch um Mitverantwortung für andere Menschen und die Umwelt.
Und es geht um Unrecht: Pelz für die Mode, unverantwortliche Lebens- und Schlachtbedingungen in der Lebensmittelindustrie.

Alleine das Wort „Lebensmittelindustrie“ sagt alles über den Respekt, der im Hier und Jetzt den Tieren entgegengebracht wird, die nur leben und leiden, um geschlachtet und verspeist zu werden.

Ich denke an die Pharmakonzerne, aus denen gerade in der letzten Zeit unglaubliche Schicksale und brutale Methoden bekannt wurden. Zirkusse, Käfige, in denen eng aneinander gepfercht Tiere heranwachsen, um dann einen Pelzkragen abzugeben.

Die Liste ließe sich noch weiterführen, doch bleiben wir bei mir privat. Und bei dem Verein, in dem ich ehrenamtlich tätig bin. Bei kettenlos.

Wir möchten denen Hoffnung geben, die immer noch auf Hilfe warten.
Wir möchten aufzeigen, was falsch ist, und Lösungsansätze bieten.
Wir möchten aufklären für eine friedlichere, gewaltfreie Welt.
Wir möchten der alltäglichen Gewalt eine erschreckende Bedeutung geben.
Wir möchten zum Nachdenken und zum Handeln anregen!

Ja, wir sind die Spinner von einst, die belächelt und manchmal auch verhöhnt werden. Oft begegnet uns ein Kopfschütteln oder Achselzucken, manchmal auch Verachtung.

Doch wir werden weiter machen in der Hoffnung, dass immer mehr Menschen in der ganzen Welt die Augen öffnen und erkennen, dass es viel zu oft Unrecht ist, was in unserer Welt geschieht, und dass sie begreiffen, dass wir gemeinsam etwas daran ändern können!

 

 

Jedes Unrecht in Worten oder Taten nimmt ein Ende, wenn es auf Geduld trifft. Tertullian (um 160 – um 220)

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